Dienstag , 22. Oktober 2019
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Augen auf – falsche Reise-Bewertungen

Augen auf – falsche Reise-Bewertungen

So erkennen Sie falsche Bewertungen für Reiseanbieter

Augen auf – falsche Reise-Bewertungen : Ein großer Teil der Deutschen informiert sich heute vor dem Urlaub ausführlich über Reiseziele, Hotels und Anbieter via Internet. Eine wichtige Rolle spielen hierbei Bewertungen auf entsprechenden Portalen. Doch leider sind zahlreiche dieser Anbieterbewertungen gefälscht. Wie aber erkennt man Fake-Bewertungen im Netz?

Wie wichtig Nutzerbewertungen für eine Kaufentscheidung bzw. Reisebuchung sind, wissen natürlich auch Anbieter, Betreiber und Vermarkter. Nicht selten kommt es daher vor, dass Erfahrungsberichte gar nicht von realen Kunden stammen.

„Echte und gefälschte Bewertungen sind oft nur schwer zu unterscheiden“ erklärt Reise-Experte Jörn Wolter vom Portal www.smavel.com. „Deshalb sollten Kunden bei der Urlaubsplanung Online-Bewertungen nicht blind vertrauen.“

Wie entlarve ich gefälschte Bewertungen?

Die Reiseprofis von smavel geben nachfolgend einige Tipps, wie Sie bei der Beurteilung von Reiseanbietern & Co. nicht auf Fake Rezensionen hereinfallen.

   - Überblick verschaffen: Wichtig ist nicht die 
Einzelmeinung, sondern das Gesamtbild der Bewertungen. 
Gibt es nur zwei oder drei Erfahrungsberichte, so ist 
dies deutlich weniger aussagekräftig, als 
wenn eine zwei- oder dreistellige Anzahl vorliegt.
   - Misstrauen Sie den besten und schlechtesten 
Urteilen: Überzogene Kritik ("das mieseste Hotel ever") 
oder übertriebenes Lob ("könnte nicht besser sein, 
alle Mitarbeiter mega top") sind eher verdächtig. 
Außerdem: Es wird grundsätzlich lieber gemotzt, 
wenn etwas mal nicht rund läuft. Zeit für Lob nimmt 
sich kaum jemand, also: Vorsicht bei 
der Einordnung.
   - Länge der Beurteilung: Niemand hat Zeit, ellenlange 
Erfahrungsberichte bis ins allerkleinste Detail zu schreiben. Hier 
handelt es sich eher um Fake Meinungen. Ebenso sind zu kurze 
Bewertungen ("Schöne Reise, nächstes Jahr wieder") wenig hilfreich.
   - Werbe-Sprech: Zu blumige Formulierungen sollten Sie aufhorchen 
lassen. Wenn jemand alles in den höchsten Tönen lobt und die 
Beurteilung zu sehr nach Marketing-Sprache klingt ("traumhafte 
Aussicht", "absolute Highlights", atemberaubendes Erlebnis"), stammt 
diese Bewertung kaum von einem echten User.
   - Schwammige Formulierungen: Je konkreter die Beschreibung, desto 
echter wahrscheinlich die Bewertung. "Tolles Essen, super Pool" ist 
ein sehr pauschales Urteil. Authentischer scheinen Aussagen wie 
"jeden Abend gab es auch ein vegetarisches Menü zur Auswahl" oder 
"der Pool wurde dreimal täglich von zwei Mitarbeitern gereinigt und 
es gab gratis Schwimmflügel für die Kinder".
   - Nicht nur eine Website nutzen: Verwenden Sie mehrere Quellen zur
Recherche oder ein Portal wie smavel.com, auf dem Bewertungen aus 
verschiedenen Quellen zusammengezogen werden. Dies erlaubt Ihnen eine
bessere Einschätzung.

Vorsicht bei eigenen Bewertungen

Das Fazit des Reise Experten Jörn Wolter lautet: „Hundertprozentigen Schutz vor falschen Bewertungen im Internet gibt es nicht. Deshalb sollte man Erfahrungsberichte und User-Rankings mit gesundem Menschenverstand hinterfragen, beispielsweise Anzahl und Art der Formulierungen bei User-Aussagen genau prüfen.“

Zudem rät Wolter zu Zurückhaltung bei eigenen Bewertungen: „Wer nach einer misslungenen Reise enttäuscht nach Hause kommt, sollte besser eine Nacht darüber schlafen und nicht voreilig Beschimpfungen im Netz posten. Berechtigte Kritik, höflich formuliert, ist natürlich erlaubt. Aber wenn Reisende Beleidigungen oder falsche Tatsachenbehauptungen in Rezensionen schreiben, können sie unter Umständen sogar später rechtlich dafür belangt werden.“

Und auch mal eine positive Rezension nach einem gelungenen Urlaub zu hinterlassen, statt nur zu motzen, wenn etwas nicht gut gelaufen ist, sei schließlich auch eine Option, schließt der Reiseexperte.

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